Montag, 25. November 2013

Vermischte Meldungen (12)

Es wird gemeldet: „Ehebrecher sollen wieder gesteinigt werden. Das Justizministerium in Kabul hat einen entsprechenden Gesetzentwurf ausgearbeitet. Menschenrechtler sind entsetzt.“ Weil Ehebruch ein Menschenrecht ist?

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Es wird gemeldet: „Die britische Armee hat eine neue Richtlinie: Soldatinnen dürfen nun kürzere Schritte machen als ihre männlichen Kameraden.“ Es ging ja auch ausdrücklich immer bloß um Gleichstellung, nicht um Gleichschritt. (Wie das jetzt bei einer Parade wohl aussieht, wenn Männer und Frauen zwar zusammen, aber mit geschlechtsspezifischem Schritt marschieren …)

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Es wird gemeldet: „90 Prozent der Ägypterinnen sind beschnitten. Erst langsam lernen die Frauen, dass die Genitalverstümmelung eine Menschenrechtsverletzung ist.“ Das muss man erst lernen? Von wem eigentlich?

Freitag, 22. November 2013

Aufgeschnappt (bei einem Anglikaner)

Unter all den schwierigen Menschen bei dir zu Hause oder am Arbeitsplatz gibt es nur einen einzigen, den du wirklich ändern kannst. Bei dem musst du ansetzen.

Es gibt ein Verlangen in uns, das in dieser Welt nie gestillt werden kann. Auf dieser Erde bleibt immer ein Rest von Enttäuschung.

Wenn ich in mir eine Sehnsucht spüre, die durch keine Erfahrung der Welt gestillt werden kann, ist die wahrscheinlichste Erklärung dafür, dass ich für eine andere Welt geschaffen wurde.

Der eine Grundsatz der Hölle lautet: Ich gehöre mir selbst.

Wenn Liebe ein Segen und nicht eine Qual sein soll, muss sie sich an den einzigen Geliebten halten, der nie vergehen wird.

Lieben heißt verletzlich sein. Liebe irgendetwas, und es wird dir bestimmt zu Herzen gehen oder gar das Herz brechen.

Lieben heißt verletzlich sein. Außerhalb des Himmels gibt es nur einen einzigen Ort, wo man vor allen Gefahren und Unruhen der Liebe geschützt ist — die Hölle.

Die Gegenwart Gottes können wir zwar missachten, aber nirgends können wir ihr entgehen.

Das Schlimmste, was wir Gott angetan haben, ist, ihn in Ruhe zu lassen.

An Gottes Dasein glauben heißt: ich stehe nicht mehr vor einem Argument, das meine Zustimmung verlangt, sondern vor einer Person, die mein Vertrauen fordert.

Man muss von vornherein mit der Vorstellung brechen, Gott wolle uns einem Examen unterwerfen und wir könnten gute Noten erhalten.

Es kommt nicht darauf an, wie wir über Gott denken. Was Gott über uns denkt, ist unendlich viel wichtiger.

Ich glaube an das Christentum, so wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist, nicht nur weil ich es sehe, sondern weil ich dadurch alles andere sehen kann.

Das ist einer der Gründe, weshalb ich an das Christentum glaube: Es ist eine Religion, die man sich nicht hätte ausdenken können.

Würde uns das Christentum ein Weltbild vermitteln, das genau unseren Erwartungen entspricht, so würde ich das Christentum für eine menschliche Erfindung halten.

Der christliche Glaube spricht überhaupt nicht von einer menschlichen Suche nach Gott, sondern von dem, was Gott für den Menschen getan hat.

Es ist doch nicht die Frage, was wir mit Christus anfangen sollen, sondern es geht einzig darum, was er mit uns anfangen möchte.

Wenn Christentum nichts anderes bedeutete als noch ein bisschen guter Ratschläge mehr, dann wäre es von unerheblicher Bedeutung.

Das zentrale, von den Christen bezeugte Wunder ist die Inkarnation: Gott ist Mensch geworden.

Der Kernpunkt des christlichen Glaubens besteht darin, dass uns der Tod Christi irgendwie mit Gott versöhnt und die Möglichkeit zu einem Neubeginn gegeben hat.

Als Christus starb, starb er für jeden einzelnen von uns, als ob jeder der einzige Mensch auf dieser Welt wäre.

Ein Geschöpf, das die Erlösung verdiente, bedürfte keiner Erlösung.

Wer wahrhaft mit Gott verbunden ist, der wird es auch mit seinen Mitmenschen sein.

Es gibt keine gewöhnlichen Menschen. Es sind Unsterbliche, mit denen wir scherzen, arbeiten, verheiratet sind, die wir kurz abfertigen und ausbeuten.

Wir sollen uns nicht lange fragen, ob wir unseren Nächsten lieben, sondern wir sollen handeln, als ob wir ihn lieben.

Freundschaft ist das Werkzeug, mit dem Gott jedem die Schönheiten der anderen offenbart.

Freundschaft beginnt, wenn einer zu anderen sagt: Was denn, du auch? Ich dachte, ich sei der einzige …

Freundschaft ist überflüssig, wie Philosophie, wie Kunst … Sie hat keinen Wert fürs Überleben, sie gibt dem Überleben Wert.

Nicht, was man nicht teilt, gehört einem wirklich.

War die Welt denn wirklich so gut zu dir, dass du sie mit Bedauern verlässt? Es liegt mehr vor uns als hinter uns.

Unser Vater erfreut uns mit manch angenehmem Gasthaus, aber er will uns nicht ermutigen, es fälschlich für unser Zuhause zu halten.

Wenn wir einmal das Angesicht Gottes sehen, werden wir erkennen, dass wir es schon immer gekannt haben.

Bis zur Auferstehung kommt für uns noch immer das Kreuz vor der Krone, und morgen ist Montag.             


C. S. Lewis (alle Zitate sind ohne Prüfung der Quellen dem Internet entnommen)